Ein Lebenslauf gibt Hinweise auf Erfahrung und Fähigkeiten, kein vollständiges Urteil über eine Person. Prüfe ihn anhand tatsächlicher Stellenanforderungen. Andere Berufsbezeichnungen, Pausen oder Schreibstil beweisen allein keine fehlende Eignung.
Ich würde notwendige Kriterien vor dem Lesen festlegen. So hängt die Bewertung nicht bei jedem Bewerber von einem anderen ersten Eindruck ab.
Eine einfache Bewertungsvorlage
Notiere je Kriterium Beleg, Unklarheit und Rückfrage:
- Kernaufgabe: Welche ähnlichen Aufgaben wurden ausgeführt?
- Erforderliche Qualifikation: Ist ein notwendiger Nachweis vorhanden und gültig?
- Selbstständigkeit: Was geschah allein oder unter Anleitung?
- Praktische Bedingungen: Welche Zeiten oder Standorte sind zu besprechen?
Ein leeres Feld bedeutet „noch unbekannt“, sofern die Person nicht ausdrücklich eine notwendige Bedingung ausschließt.
Beispiele erfragen
„Du nennst Wartung. Welche Störung hast du selbst untersucht und wie?“ liefert mehr als ein pauschales Urteil über „technisches Gespür“. Frage nach vergleichbar relevanten Beispielen.
Kriterien angemessen halten
Sprachkenntnisse können für Aufgaben oder Sicherheit nötig sein. Erkläre Niveau und Zweck. Ersetze Fachbewertung nicht durch Rechtschreibung oder schönes Lebenslaufdesign.
Halte den Grund für den nächsten Schritt kurz fest. Besprich Zweifelsfälle anhand derselben Anforderungen. Nutze das Anforderungsgespräch und den Interviewplan.
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